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Die Brenzregion
Höhlen und Steinzeitkunst


Weltweite Bedeutung erlangte die Brenzregion aufgrund ihrer einmaligen archäologischen Funde aus der Epoche des Aurignacien. In den Höhlen des Landkreises Heidenheim und des Alb-Donau-Kreises wurden die ältesten bekannten Plastiken und Musikinstrumente Europas entdeckt.
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DIE HERKUNFT DES LÖWENMENSCHEN
Ein ganz besonderer Fund der Brenzregion stammt vom Hohlenstein-Stadel bei Asselfingen. Es handelt sich um die ca. 30 cm große Figur des Löwenmenschen. Die meisterhaft aus dem Stoßzahn eines Mammuts geschnitzte Statuette verbindet tierische mit menschlichen Attributen. In der fantastischen Gestalt des Löwenmenschen ist ein einzigartiges Relikt der geistig-religiösen Vorstellungswelt unserer frühesten Vorfahren erhalten.

(Abbildung rechts: Hohlenstein Stadel / Löwenmensch)


DAS ÄLTESTE PFERDCHEN DER WELT
Die bis heute berühmteste Steinzeithöhle der Brenzregion ist der Vogelherd bei Niederstotzingen. Die Höhle wurde 1931 entdeckt und vom Tübinger Archäologen Gustav Riek ausgegraben. Unter einem Dutzend kleiner Skulpturen ist der bekannteste Fund das Vogelherd-Pferd, eine nur 4,8 cm große Plastik aus Elfenbein. Mit seinem gebogenen Hals und seinen runden Formen wirkt es außerordentlich elegant und spiegelt eindrucksvoll die handwerklichen Fertigkeiten der frühen Menschen wider.

(Abbildung rechts: Vogelherd / Pferdchen)

Bison Mammut Nashorn oder Bär



DIE KONZERTHALLE DES AURIGNACIEN
Die Brenzregion und ihre Umgebung ist ein Gebiet Europas, in welchem die ältesten bekannten Skulpturen und Musikinstrumente der Menschheit vorkommen. Die Funde beleuchten, wie beeindruckend vielfältig die kulturelle Welt unserer frühesten steinzeitlichen Vorfahren war und zeigen, dass die Schwäbische Alb vor rund 35.000 Jahren zu den wichtigsten Besiedlungszentren Europas zählte.

(Abbildung rechts: Geißenklösterle / Flöte aus Schwanenknochen)

Wisent Bär Mammut



ÜBERFLIEGER DER URZEITKUNST
Auch die Höhlen Geißenklösterle und Hohle Fels im Achtal zwischen Schelklingen und Blaubeuren gelegen, haben Elfenbeinfiguren des Aurignacien erbracht. Während vom Geißenklösterle die Skulpturen eines aufrecht stehenden Bären, eines Wisents, eines Mammuts und eines Menschen stammen, wurden im Hohle Fels in den letzten Jahren ein Pferdekopf, ein Wasservogel und die Miniaturversion des Löwenmenschen vom Hohlenstein-Stadel entdeckt. Das spannende Fundspektrum wird im Geißenklösterle durch insgesamt drei Flöten erweitert, welche mit einem Alter von rund 35.000 Jahren die ältesten bekannten Musikinstrumente der Erde darstellen.

(Abbildung rechts: Hohle Fels / Wasservogel)

Kleiner Löwenmensch Pferdekopf